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Mobbing ohne mich – Jugendliche erhalten KNK-Zertifikate für Kurzfilmproduktion
Am 28. Juni 2009 fand im Landtag von Baden-Württemberg erstmals die Verleihung von insgesamt 15 Kompetenznachweisen Kultur (KNK) statt. Die Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse der GHWRS Waldschule Neuweiler erhielten ihren persönlichen KNK für die aktive Mitarbeit an dem Filmprojekt . . . war doch nur Spaß!? − Mobbing im Schüleralltag, das der Bundesverband in der evangelischen Jugend e.V. (bka) gemeinsam mit der Coole-Monkeys Initiative, NRW (www.coole-monkeys.de/) durchgeführt hat. Es thematisierte Mobbing im Schüleralltag mit medienpädagogischen Arbeits- und Lernformen. Im Rahmen der Kurzfilmproduktion übernahmen die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Aufgaben wie Ideen- und Rollenfindung, Drehbuchentwicklung, Szenen- und Dreharbeiten.
Wir müssen das Schweigen brechen! Aber wie? Mit erhobenem Zeigefinger kann man dieses Problem nicht lösen.
Eine Option ist ein solches Filmprojekt, das es möglich macht, sich mit Spaß und Ernsthaftigkeit einer solchen schwierigen und komplexen Thematik zu nähern und so methodisch einen Mobbingprozess zu entschleiern. Stärken Sichtbar machen! Ganz nach dem Motto „Stärken sichtbar machen!“ erfolgte die Zertifikatsverleihung. MdL und Staatssekretär im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Georg Wacker überreichte die erworbenen Zertifikate nachdem die individuellen Fähigkeiten, Stärken und Kompetenzen der Jugendlichen öffentlich verlesen wurden.Neben einer Ausgabe des Films und der bei der Produktion entstandenen Foto-CD überreichte MdL Thomas Blenke unscheinbare Zaubertassen, deren Geheimnis zum Ende der Veranstaltung gelüftet wurde: Beim Befüllen der dunklen Tassen mit einer heißen Flüssigkeit verschwindet die schwarze Farbe und es erscheint der Schriftzug: Du bist kompetent!
Auch die beteiligten KNK-Beraterinnen bekamen ein Zertifikat. Für sie war die aktive Beteiligung im Projekt, wie das Erstellen eines Anforderungsprofils, das Beobachten von Bildungsprozessen, das Führen dialogischer Prozesse und die Erstellung individueller Kompetenzprofile Bestandteil einer Fortbildung, die sie nun erfolgreich abgeschlossen haben.
Nähere Informationen zum Kompetenznachweis Kultur, der seit 2004 als Zertifikat an Jugendliche aufgrund der erfolgreichen Beteiligung an kulturellen Projekten und einem spezifischen Reflexionsprozess vergeben wird, finden Sie unter: www.kompetenznachweiskultur.de
(Bericht: Karen Nitschke, Bilder: Biesinger; Nitschke, Traub)
Weiter Informationen rund um das Projekt finden Sie mit einem Klick auf die Postkarte . . . war doch nur Spaß!?
Neuerscheinung "Kritik der sozialen Vernunft" In der Friedensauer Schriftenreihe ist das neue Buch unseres Verbandsvorsitzenden Thomas Feist erschienen. Für bka-Mitglieder bietet der Verlag eine begrenzte Anzahl Exemplare mit Autorenrabatt an. Interessenten melden sich bitte bei Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können
Weitere Informationen auf den Seiten des Verlags Peter Lang Dokumentation der Fachtagung "Die aufgegebene Generation Jugend" vom 02.03.2009 in Berlin
Als Fachverband für kulturelle Jugendbildung in der Evangelischen Jugend widmete sich der bka in dieser Tagung der prekären Situation von Jugendlichen, denen es an Perspektiven und Unterstützung mangelt und setzte sich mit der Tatsache auseinander, dass auch Jugendarbeit zunehmend in Gefahr gerät, aufs Nebengleis geschoben zu werden.
Ablauf:
Fotos: bka Pressemeldung Berliner Erklärung zur Stuttgarter Erklärung zur Kirchenmusik Der Fachausschuss Musik des Bundesverbandes Kulturarbeit in der evangelischen Jugend e.V. (bka) nimmt die Stuttgarter Erklärung zur Kirchenmusik ebenso befremdet wie belustigt zur Kenntnis. Die darin aufgezeigten Positionen entstammen einer längst überwundenen Kulturhermeneutik aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts. Zudem nehmen sie die Realität von Kirche und Kirchenmusik in unserer heutigen Zeit in keiner Weise wahr. Mit den Worten Herbert Grönemeyers fragen wir: „Was soll das?“ Markus Baum, Ausbildungsleiter ERF, sachkundige Persönlichkeit bka (Berlin, 06.03.2009, bka - Fachausschuss Musik) Realitätsfremd und uninformiert! Reaktion auf die Stuttgarter Erklärung zur Kirchenmusik Als Fachreferent für Musik und Kultur beim Landesjugendpfarramt Sachsen, Mitveranstalter des interdisziplinären Wissenschaftsforums „Popularmusik und Kirche“ sowie als Vorsitzender des Bundesverbandes Kulturarbeit in der evangelischen Jugend e.V. (bka) erzeugt die Stuttgarter Erklärung zur Kirchenmusik bei mir Befremden und Bestürzung. Die darin aufgezeigten Positionen entstammen nicht nur einer längst überwunden geglaubten Kulturhermeneutik aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts. Sie nehmen zudem die Realität der Kirchen wie der Kirchenmusik in unserer heutigen Zeit – aus welchem Grund auch immer – nicht zur Kenntnis. Darauf aufbauend Perspektiven entwickeln zu wollen erinnert in fataler Weise an das sozialistische Motto vom „Überholen ohne Einzuholen“. Nimmt man die einzelnen Positionen in den Blick, so fällt zunächst auf, dass sich so gut wie nichts des im Hauptreferat zum Kongress von Dr. Wolfgang Huber Gesagten wieder findet. Das ist nicht nur schade, sondern erscheint in höchstem Maße arrogant. Weder die umfangreichen Ausführungen zu „Spielen und Lernen“ noch zu „Gemeinschaft“ aus dem Referat von Dr. Huber finden als Impulse Eingang in die Erklärung. Auch die Entwicklung in den Hochschulen für Kirchenmusik, die in den dortigen Lehrplänen verankerten neuen Anforderungsprofile für den kirchenmusikalischen Nachwuchs wird ausgeblendet. Statt dessen geht es um Konservierung eines verstaubten Kunstbegriffs, dem man die Herkunft aus ideologisch gefärbten Traktaten eines Theodor Wiesengrund Adorno allzu deutlich anmerkt. Anders sind Formulierungen wie „im Streben nach höchster Qualität erweist sich Wahrhaftigkeit“ oder „banale Anpassung an einen kommerziellen Musikgeschmack steht der Wahrhaftigkeit im Wege“ nicht erklärbar. Willkommen zurück in den vierziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts! Neben der ideologischen Rückwärtsgewandtheit der Stuttgarter Erklärung zur Kirchenmusik verdient auch das Fehlen eines darin übergreifend erkennbaren Konzepts und die überdeutlich herauslesbare Unkenntnis des heutigen Wissensstandes zur Kirchenmusik nur das Prädikat „mangelhaft“! Gleich im ersten Paragraphen der Erklärung wird dies augenfällig. So heißt es unter anderem „Ihre [der Kirchenmusik. Anm. VF] Wurzeln bilden die Grundlage europäischer Musikkultur. Nicht nur, dass dieser Satz zusammen mit der im 3. Paragraphen verdammten Anpassung der Kirchenmusik an den Zeitgeist zur Folgerung verleiten könnte, dass die europäische Musikkultur – ausgehend von der alten Kirchenmusik – lediglich eine Anpassung an den Zeitgeist darstellt. Auch blendet die Fokussierung auf den Begriff der europäischen Musikkultur die für unsere Kirchen – gerade in der Gegenwart – hohe Relevanz außereuropäisch grundierter Musikrichtungen wie den Gospel und das Spiritual völlig aus. Dies ist entweder Ignoranz oder Unkenntnis der Situation oder beides. Der von Dr. Huber in seinem Hauptreferat ausdrücklich benannte Impuls der Kirchenmusik für die Gemeinschaft der Gläubigen bleibt in der Stuttgarter Erklärung ebenfalls unberücksichtigt. Dies ist – um es deutlich zu sagen – ein Schlag ins Gesicht all derjenigen ehrenamtlichen Kantorinnen und Kantoren, die Sonntag für Sonntag landauf, landab für die musikalische Grundierung unserer Gottesdienste sorgen. Nur dadurch ist es überhaupt möglich, dass es immer wieder genug sangesfreudige Christen gibt, auf die ein „nach höchster Qualität“ strebender Kirchenmusiker im Bemühen um „Wahrhaftigkeit“ zurückgreifen kann. Dies bedeutet aber auch, dass eine – wie in Paragraph 7 ausgeführt – Ausbildung der zukünftigen Kirchenmusiker nach dem ausschließlichen Kriterium „höchster künstlerischer Maßstäbe“ am Bedürfnis der Menschen in den Kirchen vorbeigeht. Soll Kirchenmusik die Menschen unserer Tage berühren – und das gilt nebenbei auch für vorangegangene Generationen – ist ihre Miss- und Umdeutung als Kunst von Übel. Hier wird auf eine Begriffskonstruktion rekurriert, die angesichts der seit einer Vielzahl von Jahren geführten inhaltlichen Auseinandersetzung um und für die Kirchenmusik als obsolet und antiquarisch gelten muss. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich der Bundesverband Kulturarbeit seit vielen Jahren in seinen interdisziplinären Wissenschaftsforen diesen Fragen verantwortlich und auf Augenhöhe zwischen Popular- und Kirchenmusikern, Theologen, Hymnologen, Musikwissenschaftlern und Akteuren aus der Praxis widmet, lässt angesichts des aus der Stuttgarter Erklärung herauslesbaren mangelhaften Kenntnisstandes Fragen und Betroffenheit zurück. Es bleibt zu fragen, was die Stuttgarter Erklärung zur Kirchenmusik bewirken wird. Hierzu ist festzustellen, dass neben Gemeinplätzen wie „wesentlicher Beitrag zur ganzheitlichen Entwicklung von Kirche in Staat und Gesellschaft“ oder „Wertschätzung der kirchenmusikalischen Arbeit in der Praxis der Kirche“ nichts bleibt, was einen Impuls, gar eine Vision erkennen ließe. Es bleibt bei einer realitätsfernen und rückwärtsgewandten Positionierung unter formelhafter Beschwörung der „guten alten Zeit“. Hier wird nicht nur die Möglichkeit einer gegenwartskompatiblen und vorausschauenden Perspektive für die Kirchenmusik vergeben. Es werden zudem künstlich Gräben dort wieder ausgehoben, wo sie durch einen langwierigen und kräftezehrenden Prozess von kirchenmusikalisch und theologisch tätigen Visionären verschwunden waren. Dies ist in höchstem Maße schädlich für die Kirchenmusik der Gegenwart und der Zukunft. Insofern muss die Stuttgarter Erklärung zur Kirchenmusik deutlich als das benannt werden, was sie ist: realitätsfremd, uninformiert und arrogant. |
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Klappentext: Postmoderne ist nicht «das Ende der großen Erzählungen». Diese zeigen sich in ihr nur anders, klingen anders und werden von anderen anders erzählt. Sie im Gegenwärtigen aufzudecken und für Geistes- und Sozialwissenschaft neu zu erschließen, ist das Ziel dieses Buches. Dazu entwirft der Verfasser eine Theorie der ästhetischen Grundlegung des Sozialen, mit der postmoderne Gesellschaft neu gedeutet und verstanden werden kann. Besondere Berücksichtigung erfährt dabei die Orientierungsfunktion des Populären und des Fiktiven in der Kultur für Kommunikationsprozesse und Handlungsmotivationen sozialer Akteure. Systemische und konstruktivistische Ansätze bilden die Basis sich daran anschließender hermeneutischer Analysen zu Kunst, Religion und Sozialraum, ergänzt durch zeitdiagnostische Überlegungen. Besondere Beachtung erhalten dabei die Kirchen, da sie gleichermaßen Sinn, Orientierungsmuster und Handlungsfelder bereitstellen.
